Der Brotschuhtanz

Brotschuhtanz
© von Anita Heiden

Fürs Heimische sei gewünscht und gesagt,
Euch, dem schönen Hochzeitspaar,
diese Latschen sollen Segen bringen,
in all eurem häuslichen Gelingen.

Eure Füße nun die Brotschuhe tragen,
stets, ein gemütliches Zuhause soll auf euch warten.
Auch dass das Brot nicht alle geht,
wenn ihr euch nun im Kreise dreht.

Bevor das Glück sich in euer Heim kann pflanzen,
müsst ihr, den lustigen Brotschuhtanz tanzen.

(Gedicht ist ein Vorgeschmack aus meinem neuen Heimatbuch)

Traumhochzeit

Der Hochzeitstanz

Wenn ich an die Hochzeit unseren Sohnes denke, sehe ich ein wunderschönes Paar vor mir. Unsere Schwiegertochter sah wie im Märchen aus, genauso schön, wie unsere Nichte. Mögen die schönen Tage die Trüben überwiegen. Doch in jeder Ehe gibt es nun einmal Höhen und Tiefen. Jedoch sollte man stets an das Gute glauben und ihr werdet sehen, dann werden wir auch die Silberhochzeit mit Freuden feiern.

 

Tag der Liebe
© von Anita Heiden
Ein unvergesslicher Tanz

Der schönste Tag eines Paares im Leben,
der Tag, wo Sie dass Ja-Wort geben,
wo goldenen Ringe symbolisch stehen,
dass sie zusammen nun durchs Leben gehen.

Der Liebeszeichen werden getragen,
in vereinten und getrauten Tagen,
ein Wort, das für dies Liebe zählt,
für gemeinsame Zeiten auf dieser Welt.

Zusammen nun durch die Jahre geht,
bis ein Herz einst nicht mehr schlägt,
doch sollen erst schöne Tage kommen,
wenn man den Ring hat angenommen.

(Gedicht ist ein Vorgeschmack aus meinem neuen Heimatbuch)

In der Oberlausitz haben die Hexen noch das Sagen

Walpurgisnacht oder Hexenbrennen
In der Oberlausitz haben die Hexen noch das Sagen. Am 30. April wird bei uns das Hexenfeuer angezündet.

Den Hexen sagte man nach, dass sie auf den Wind und das Wetter einwirken könnten. So könnten sie die Naturkräfte innehalten und als Solches fürchtete der Mensch den natürlich weitgehenden Einfluss auf das Wohl von Mensch und Tier. Die Hexen vertrieben mit dem Anzünden der Reisighaufen die bösen Geister. Hell erleuchtet lodern heute noch die Haufen allerorts in die Nacht. Dem Brauch standhaltend, soll der Winter endgültig ausgetrieben werden und Schutz für Mensch und Tier bieten.  Doch soll auch der Feuersegen den Feldern Fruchtbarkeit bringen und für eine gute Ente sorgen. Einen besonderen Schutz sollen die Menschen erhalten, die man mit der sogenannten Hexenasche besudelt werden. Dem soll ein besonderer Schutz für Gesundheit und Geldsegen für den Rest des Jahres hold sein.

So mancher wacht wohl auch ungewollt mit solch einem Aschegesicht am Morgen auf. Wie der Sohnemann

Osterreiter in der Lausitz

Mit ausgeschmückten Pferden und edel gekleideten Reitern in Gerock und Zylinder bekundet man am Ostersonntag die Auferstehung Jesus Christi in der Lausitz. Die Osterreiter welche einer katholischen Kirchengemeinde angehören reiten in die Nachbargemeinden, um die Frohe Botschaft zu verkünden, dass Jesus Christus auferstanden ist. Jede Gemeinde, welche besucht wurde, sendet auch ihren Prozessionszug aus, als Gegenbesuch. Jedoch dürfen sich die Osterreiter nicht kreuzen. Vorneweg reiten die Fahnenträger, die Träger der Christusstatue und des Kreuzes.

Bildquelle: Anita Heiden

Das Osterschießen

Das Osterschießen ist ein Brauch der bei uns, in der östlichen Oberlausitz stattfindet. Am Karsamstag bis zum Ostersonntag werden hier aus Kanonen und Milchkannen geschossen, dass man die Böller weithin hört. Durch diesen Begrüßungssalut wird nicht nur der Winter verabschiedet und der Lenz begrüßt. Auch sollen hier mit Blitz und Donner die bösen Geister vertrieben werden.

Im christlichen Brauch soll damit die Auferstehung Jesu Christi und damit der Sieg über den Tod zum Ausdruck gebracht werden.

Hier hat der Teufel aber etwas falsch verstanden, denn beim Osterschießen nimmt man Kabid.

Osterwasser oder Plapperwasser

Ein schöner Brauch aus der Lausitz/Oberlausitz zur Osterzeit.

Vor Sonnenaufgang am Ostersonntag gehen die Mädchen zu einer Quelle oder einem Bach reines Wassers, um das Osterwasser zu holen. Das Osterwasser soll Heilenende Wirkung besitzen. Zur Ahnenzeit tat man das Vieh und den Boden besprenkeln, denn es sollte für gesundes Vieh und reiche Ernte sorgen. So wäscht man sich oder trinkt ein Schluck, damit man das ganze Jahr vom Guten gesegnet ist. Besonders die Mädchen tun diesem Brauch gerne folgen, denn soll doch das Osterwasser ihnen das ganze Jahr über Schönheit verleihen. Jedoch verlangt der Brauch auch, dass die Mädchen auf den Weg zur Quelle und auf dem Rückweg schweigen müssen. Wird das Schweigen gebrochen, verliert das Wasser an seiner Wirkung. So ist es, dass die Burschen die Mädchen auf dem Weg zum Sprechen bewegen. Mit Erschrecken und Scherzen wollen sie den Mädchen die Wörter entlocken. Haben sie Erfolg, wird aus dem Osterwasser Plapperwasser. Daher erzählt der Brauch auch, dass das Mädchen, welche das Schweigen gebrochen hat, das ganze Jahr über, wie ein Wasserquelle plappert (plaudert).

Wasserquelle