Heidens sächsischer Stollen

Zum Weihnachtsfest gehört der Stollen und nach alter Tradition wird bei den Heiden der Stollen noch selber gebacken.

Heidens sächsischer Stollen

Heidens sächsischer Stollen

Ob mit oder ohne Puderzucker ist er ein Genuss zum Fest.

Heute war bei mir Backtag. Genauer gesagt, heute habe ich Stollen gebacken nach einem Rezept meiner Familie. Ich habe es von meiner Mutter und Sie hat es von … . Na ja du weißt schon.

Als Erstes habe ich die sogenannten Trocken-Zutaten vermischt.

Mehl, Zucker, Rum-Rosinen, Mandeln, Zitronat, Zucker, bittere Mandeln.

Danach kommt Hefe hinein. Damit sie gut gehen kann, gebe ich etwas Zucker darüber und warme Milch.

 

Flüssige Fett Zutaten, warme Milch und Zitrone werden zur Masse gegeben, wenn die Hefe aufgegangen ist.  Nun ist Muskelarbeit angesagt. Feste Kneten und dann kann der Teig lange ruhen. Mindestens 2 bis 3 Stunden. Laibe formen und bei 160° wird er eine Stunde gebacken.

Text und Bilder Anita Heiden

Beginn der Narrenzeit

Heute ist der Beginn der Narrenzeit.

Am 11.11. ziehen die Narren in das Rathaus ein und übernehmen das Zepter

.

Das Narrenschiff langsam fährt,
beladen mit Gauklern, die laut singen,
der Spaß in Hülle drauf gesperrt,
lässt Freude höher springen. © Anita Heiden

Hochzeitsbrauch Baumstamm zersägen

Den unteren Text über den Hochzeitsbrauch Baumstamm zersägen habe ich für meine Nichte und ihren Ehemann geschrieben, um die schöne Tradition an ihrem Hochzeitstag zu übermitteln. Diese Tradition wird doch gerne von Generation zu Generation weiter gegeben und ist mit ein Höhepunkt zu diesem Fest. Also denkt daran, denn es soll auch dem Paar Glück und Segen bringen.

Hochzeitsbrauch Baumstamm zersägen
Tradition Baumstamm zersägen

»Nun beginnt liebe Braut, lieber Bräutigam euer gemeinsamer Lebensweg, welcher gezeichnet und gesiegelt mit euren Ringen wurde. Wie viele andere Brautpaare in unserer Familie sollt auch ihr nicht verschont von dieser alten Tradition bleiben. Soll sie doch die Gleichberechtigung in der Ehe und die Harmonie von Reden und Zuhören symbolisieren. Jedoch auch das erste Zeichen sein, dass für euch die Zeit der Gemeinsamkeit anbricht. Das bedeutet, dass ihr nun gemeinsam die schönen und auch weniger schönen Aufgaben, stemmen müsst. Dieser Baumstamm symbolisiert auch das erste Hindernis, das euch zu überwinden gilt und ihr beiden nun die erste gemeinsame Aufgabe in eurer Ehe meistert, müsst. Stets sollt ihr gemeinsam an einem Strang, wie an dieser Säge ziehen.« © von Anita Heiden

Auch wir sind von dieser Tradition nicht verschont geblieben
Das erste Stück der Gemeinsamkeit ist geschafft

Ich bedanke mich für das Lesen.

Deine Bücherfee – Anita Heiden

(Quelle: Anita Heiden)

Der Brotschuhtanz

Brotschuhtanz
© von Anita Heiden

Fürs Heimische sei gewünscht und gesagt,
Euch, dem schönen Hochzeitspaar,
diese Latschen sollen Segen bringen,
in all eurem häuslichen Gelingen.

Eure Füße nun die Brotschuhe tragen,
stets, ein gemütliches Zuhause soll auf euch warten.
Auch dass das Brot nicht alle geht,
wenn ihr euch nun im Kreise dreht.

Bevor das Glück sich in euer Heim kann pflanzen,
müsst ihr, den lustigen Brotschuhtanz tanzen.

(Gedicht ist ein Vorgeschmack aus meinem neuen Heimatbuch)

© Text und Bilder von Anita Heiden

Traumhochzeit

Der Hochzeitstanz

Wenn ich an die Hochzeit unseren Sohnes denke, sehe ich ein wunderschönes Paar vor mir. Unsere Schwiegertochter sah wie im Märchen aus, genauso schön, wie unsere Nichte. Mögen die schönen Tage die Trüben überwiegen. Doch in jeder Ehe gibt es nun einmal Höhen und Tiefen. Jedoch sollte man stets an das Gute glauben und ihr werdet sehen, dann werden wir auch die Silberhochzeit mit Freuden feiern.

 

Tag der Liebe
© von Anita Heiden
Ein unvergesslicher Tanz

Der schönste Tag eines Paares im Leben,
der Tag, wo Sie dass Ja-Wort geben,
wo goldenen Ringe symbolisch stehen,
dass sie zusammen nun durchs Leben gehen.

Der Liebeszeichen werden getragen,
in vereinten und getrauten Tagen,
ein Wort, das für dies Liebe zählt,
für gemeinsame Zeiten auf dieser Welt.

Zusammen nun durch die Jahre geht,
bis ein Herz einst nicht mehr schlägt,
doch sollen erst schöne Tage kommen,
wenn man den Ring hat angenommen.

(Gedicht ist ein Vorgeschmack aus meinem neuen Heimatbuch)

© Text und Bilder von Anita Heiden

In der Oberlausitz haben die Hexen noch das Sagen

Walpurgisnacht oder Hexenbrennen
In der Oberlausitz haben die Hexen noch das Sagen. Am 30. April wird bei uns das Hexenfeuer angezündet.

Den Hexen sagte man nach, dass sie auf den Wind und das Wetter einwirken könnten. So könnten sie die Naturkräfte innehalten und als Solches fürchtete der Mensch den natürlich weitgehenden Einfluss auf das Wohl von Mensch und Tier. Die Hexen vertrieben mit dem Anzünden der Reisighaufen die bösen Geister. Hell erleuchtet lodern heute noch die Haufen allerorts in die Nacht. Dem Brauch standhaltend, soll der Winter endgültig ausgetrieben werden und Schutz für Mensch und Tier bieten.  Doch soll auch der Feuersegen den Feldern Fruchtbarkeit bringen und für eine gute Ente sorgen. Einen besonderen Schutz sollen die Menschen erhalten, die man mit der sogenannten Hexenasche besudelt werden. Dem soll ein besonderer Schutz für Gesundheit und Geldsegen für den Rest des Jahres hold sein.

So mancher wacht wohl auch ungewollt mit solch einem Aschegesicht am Morgen auf. Wie der Sohnemann

© Text und Bilder von Anita Heiden

Osterreiter in der Lausitz

Mit ausgeschmückten Pferden und edel gekleideten Reitern in Gerock und Zylinder bekundet man am Ostersonntag die Auferstehung Jesus Christi in der Lausitz. Die Osterreiter welche einer katholischen Kirchengemeinde angehören reiten in die Nachbargemeinden, um die Frohe Botschaft zu verkünden, dass Jesus Christus auferstanden ist. Jede Gemeinde, welche besucht wurde, sendet auch ihren Prozessionszug aus, als Gegenbesuch. Jedoch dürfen sich die Osterreiter nicht kreuzen. Vorneweg reiten die Fahnenträger, die Träger der Christusstatue und des Kreuzes.

Bildquelle: Anita Heiden Text: Anita Heiden

Das Osterschießen

Das Osterschießen ist ein Brauch der bei uns, in der östlichen Oberlausitz stattfindet. Am Karsamstag bis zum Ostersonntag werden hier aus Kanonen und Milchkannen geschossen, dass man die Böller weithin hört. Durch diesen Begrüßungssalut wird nicht nur der Winter verabschiedet und der Lenz begrüßt. Auch sollen hier mit Blitz und Donner die bösen Geister vertrieben werden.

Im christlichen Brauch soll damit die Auferstehung Jesu Christi und damit der Sieg über den Tod zum Ausdruck gebracht werden.

Hier hat der Teufel aber etwas falsch verstanden, denn beim Osterschießen nimmt man Kabid.

© Text und Bild von Anita Heiden

Osterwasser oder Plapperwasser

Ein schöner Brauch aus der Lausitz/Oberlausitz zur Osterzeit.

Vor Sonnenaufgang am Ostersonntag gehen die Mädchen zu einer Quelle oder einem Bach reines Wassers, um das Osterwasser zu holen. Das Osterwasser soll Heilenende Wirkung besitzen. Zur Ahnenzeit tat man das Vieh und den Boden besprenkeln, denn es sollte für gesundes Vieh und reiche Ernte sorgen. So wäscht man sich oder trinkt ein Schluck, damit man das ganze Jahr vom Guten gesegnet ist. Besonders die Mädchen tun diesem Brauch gerne folgen, denn soll doch das Osterwasser ihnen das ganze Jahr über Schönheit verleihen. Jedoch verlangt der Brauch auch, dass die Mädchen auf den Weg zur Quelle und auf dem Rückweg schweigen müssen. Wird das Schweigen gebrochen, verliert das Wasser an seiner Wirkung. So ist es, dass die Burschen die Mädchen auf dem Weg zum Sprechen bewegen. Mit Erschrecken und Scherzen wollen sie den Mädchen die Wörter entlocken. Haben sie Erfolg, wird aus dem Osterwasser, das Plapperwasser. Daher erzählt der Brauch auch, dass das Mädchen, welche das Schweigen gebrochen hat, das ganze Jahr über, wie ein Wasserquelle plappert (plaudert).

Wasserquelle

© Text und Bild von Anita Heiden